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Künstler knüpfen kontinentübergreifende Kontakte

Vom 25.10. bis 16.11.2008 sehen können Sie ausgewählte Ausstellungsbeiträge in der Galerie des BBK sehen, und am 25.10. an unserem kleinen China-Fest teilnehmen.

Ausstellung des BBK Frankfurt (Berufsverband Bildender Künstler) in Guangzhou / China vom 30. März bis 8. April 2008

Im Rahmen der kulturellen Veranstaltungen anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Guangzhou zeigten 24 Künstlerinnen und Künstler des BBK Frankfurt 114 Werke in einer großen Ausstellung im Museum of Art in Guangzhou.

Das Thema der Ausstellung lautete "Mensch und Umwelt" und wurde von den Künstlern individuell in unterschiedlichen Medien thematisiert. Ausgestellt waren Werke der Malerei, Grafiken, Radierungen, Holzschnitte, Serigafien, digitale Fotomontagen, Fotografien, Assemblagen, Skulpturen und Plastiken.

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Die Ausstellung wurde vom chinesischen Publikum interessiert aufgenommen und bei einem Rundgang während der Vernissage konnten Fragen zu den Exponaten gestellt werden, welche die Künstler persönlich beantworteten.

Zur Finissage besuchte Oberbürgermeisterin Petra Roth zusammen mit einer Delegation von Politikern und Vertretern der Wirtschaft aus Frankfurt die Ausstellung. Auch hierbei wurden interessierte Fragen gestellt, da das Thema gegenwärtig besonderen Diskussionsstoff bietet.

Neun der teilnehmenden Künstler reisten persönlich nach China, um die Ausstellung auf zu bauen und bei der Vernissage anwesend zu sein. Außerdem bot sich so die Möglichkeit, auch noch mehr von den chinesischen Künstlern zu erfahren. Sie besuchten die Kunsthochschule, konnten mit Studenten reden und ihnen bei der Arbeit zusehen, mit Kunstprofessoren sprechen, deren Werke betrachten und Fragen dazu stellen. Auch Galerien standen auf dem Programm, bzw. schauten die deutschen Künstler auch in jene hinein, die sie zufällig entdeckten.

Diese Art von Kulturaustausch ist nicht nur unter künstlerischem Aspekt für die Künstler aus beiden Ländern sehr interessant. Durch Dialog und den persönlichen Austausch kommt über das Künstlerische hinaus eine Kommunikation in Gang, die zu mehr Verständnis zwischen den verschiedenen Kulturen führen kann.

Gerade in der momentanen Situation, in welcher der Focus der Weltöffentlichkeit im Rahmen der bevorstehenden Olympiade auf die problematische Situation im Hinblick auf Tibet zu liegen scheint, ist ein Dialog auf unterschiedlichen Ebenen von nicht geringer Bedeutung.

In kleinen, anscheinend wenig bedeutungsvollen Begegnungen, kann das Potential für einen kulturellen Brückenschlag liegen. Bereichert durch persönliche Erfahrungen können Menschen zu mehr Verständnis und Toleranz fähig sein und erwerben außerdem eine innere Haltung, die möglicherweise zu einem geschärften Blick auf Zusammenhänge führt.

Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur die Kunstwerke auf Reisen gehen, sondern auch die Künstler selbst. Es bleiben vielschichtige Eindrücke zurück, die mit dem persönlichen Erleben zu tun haben.

Auch wenn die Kommunikation eingeschränkt ist, sehr wenige Chinesen sprechen Englisch, so kommt es doch beim Unterwegs sein immer wieder zu menschlichen Begegnungen, die einen Austausch möglich machen und so auf beiden Seiten helfen, eigene Eindrücke zu gewinnen und Klischees abzubauen.

Vertieft werden kann dieser Prozess im September, wenn eine Gruppe von 30 Künstlern der Guangzhou Artist Association ihre Werke hier in Frankfurt im Römer dem deutschen Publikum präsentieren wird.

Die Frankfurter Künstler freuen sich jedenfalls bereits darauf, die chinesischen Kollegen zu treffen und ihnen neben den üblichen Sehenswürdigkeiten für Touristen auch andere Facetten des kulturellen Lebens in dieser Stadt zu zeigen.

Gisela Engert / BBK Frankfurt
( an der Ausstellung teilnehmende Künstlerin)